Als ich noch sehr jung war, habe ich schon den Unterschied bewusst mitbekommen. Meine Mutter ist ganztags arbeiten gewesen, und meine Tante erst Stundenweise als Ihre Kinder erwachsen waren . Für mich war es völlig normal mich selbst nach der Schule zu versorgen. Wir bekamen als Kinder Aufgaben um die wir uns kümmern mussten. Auch das meine Mutter fast doppelt so viel verdient hat, war für mich nichts unnormales.
Ihr Plan war... Heidi muss in´s Büro. Ich denke ich würde es gut machen. ABER ich bin nicht die Frau, die gerne Stunden lang sitzt. Langweilig !!! Ich bin die, die immer irgendwelche Ideen hat, und die Abwechslung liebt.
In der Kindheit war ich immer neidisch wenn bei anderen die Mama nach der Schule zu Hause war. Mein Mann ist übrigens so groß geworden wie ich es mir immer gewünscht habe. In einem Mehrgenerationen Haushalt. Da waren die Großeltern immer Daheim.
Für meinen Mann war es nie ein Thema was und wie ich beruflich unterwegs bin. Er hat gesagt ...Du kannst arbeiten, oder zu Hause bleiben.
Meine Job´s habe ich komplett nach den Bedürfnissen der Kinder ausgesucht. Arbeiten war für mich immer eine gewisse Abwechslung haben. Irgendwie hat es sich für mich auch so richtig angefühlt. Ich wollte immer ausschließlich für meine Familie da sein.
Mein Mann lebt das Privileg, das ich das meiste zu Hause mache. Er muss sich um ganz vieles gar nicht kümmern. Jetzt wo ich wieder weniger arbeite, passt es sehrgut. Den Luxus sich um alles Daheim kümmern zu können ist nicht selbst verständlich. Für viele Frauen ist eine vielfach Belastung an der Tagesordnung. Ja ich kann mich gut an die vielen stressigen Jahre erinnern.
Wenn sich heute eine Frau diesen Luxus leisten kann, ausschließlich für das Kind/die Kinder da sein zu können bekommt sie trotzdem selten Anerkennung von der Gesellschaft. In der Ecke wo ich wohne war es übrigens total normal, erst die Familie dann der Rest. Ich verstehe übrigens auch bis heute nicht warum. Da gibt es dann abwertende Begriffe die mir die Haare zu Berge stehen zu lassen. Für mich stellt sich da wirklich die Frage. Warum ?
Warum erlaube sich einige ein Urteil über andere Familienmodelle. Warum kann man sie nicht einfach akzeptieren wie sie sind ? Meckern & lästern hat noch keine Denkweise gravierend geändert. Gönnen können heißt die Devise.
Ob moderne oder traditionelle Partnerschafft. Jeder soll es machen wie er möchte. Ich verstehe beides total.
In diesem Sinne ein schönes Wochenende :))
Mein Vater war auch der Hauptversorger in der Familie. Als mein Bruder anfing, den Kindergarten zu besuchen, begann meine Mutter mit ihrem Minijob. Die Arbeitszeiten waren meist vormittags, so dass sie wieder Zuhause war, wenn wir aus der Schule kamen. Das war völlig normal so.
AntwortenLöschenIch persönlich könnte mir gut vorstellen, für die Familie zuhause zu bleiben und alles am Laufen zu halten, wenn das Gehalt des Partners sowas zulässt. Was ja heutzutage leider auch immer seltener der Fall ist und wird, dass ein Gehalt für alles reicht.
Da ich aber weder Partner noch Kinder habe, gehe ich Vollzeit arbeiten, um mein (Über-)Leben zu finanzieren und auch das ist völlig okay und gut so. Tatsächlich merke ich aber, dass der Vollzeitjob immer öfters an die Substanz geht. Die Hormone und die Perimenopause mögen da deutlich mit rein spielen. Aber in manchen Wochen ist es mir einfach zu viel. Kürzer treten kann ich mir als Single-Frau allerdings leider nicht leisten.
Wieso es blöde und/oder fiese Kommentare zu diversen Familienmodellen gibt verstehe ich auch nicht. Jeder soll so leben, wie es für ihn und seine Familie am besten passt. So, das alle damit glücklich sind. Das hat keinen anderen was anzugehen. Aber geredet wird leider immer irgendwie.