Vor ungefähr zwei Jahren wusste der Mann schon das wird nichts mehr mit seiner Firma. 39 Jahre war er dort beschäftigt. Seit Beginn seiner Ausbildung war er dort. Eine lange Zeit wie ich finde. Als uns klar war, das er mit einer Ausbildung und einem komplett anderen Beruf startet, habe ich es nicht eine Sekunde in Frage gestellt mehr zu arbeiten. Man muss wissen, bis Dato hat uns eine Minijob für mich ausgereicht. Der Steuerberater sagt in so einem Fall ... Sie sind mit Steuerkarte ein wirtschaftliches Risiko ".
Ist so .... wir haben damals so viel an Steuern für drei Jahre mit Steuerkarte nachgezahlt das wir sprachlos waren. Vor allem war ich immer in der Annahme jeder zahlt seine Steuern und dann kann man wohl noch etwas absetzen. Tja schön blöd wer das glaubt. Vor allem wenn der Mann gut verdient.
Jetzt lag die Sache völlig anders. Ein paar Tage nach dem wir es tatsächlich wussten das die Firma schließt habe ich mich auf den Weg der Bewerbungen gemacht. Und man soll es nicht glauben, ...Kaum absagen.
Ich habe mir einige Job´s angeschaut und Probe gearbeitet. Bei einer Arbeit war ich extrem froh das es eine Probezeit gibt. Ich hätte tatsächlich niemals geglaubt das Vogesetzte so cholerisch sein können. Auch sind Job´s die sich bei Mindestlohn befinden, nicht mein Ziel. Stress in Daueschleife bin ich ebenfall´s raus.
Und dann habe ich noch vor ein paar Tagen von einer ex Kollegin gehört, das sie jetzt selbst in der Pflege mit Stoppuhr arbeiten. Ohne Worte.
Alles zusammen genommen ..... kann ich über solche Situationen einfach nur den Kopf schütteln. Ich kann es immer nur wiederholen... Arbeit ist kein Ponyhof.... aber wertgeschätzt sollte man trotzdem werden.
Vor ein paar Tagen habe ich zum allerersten mal in meinem Leben im Home-Office geabeitet. Und ich muss sagen, ist nett.... für diese Aufgabe sogar schön. Aber ansonsten mag ich es schon wenn die Arbeit nicht als Extra auch noch zu Hause auf mich wartet ...*gg
Am Ende bin ich dann zur Arbeit gefahren , und habe alles angebracht.
Meine Kolleginnen sind schwer begeistert. Lob ...a la...so schön sah das noch nie aus machen mich glücklich. Wer hört das nicht gerne.
Höre ich anderen Frauen zu wie anstrengend sie arbeiten müssen, macht es mich beinahe jedes mal sprachlos wenn dann der Satz kommt... Ich bin schon 57 ... was soll ich denn arbeiten? Wer will mich denn noch nehmen ?
Meine Empfehlung.... "einfach ehrlich bewerben". Mehr als nein kann nicht kommen.
Meine Arbeit macht mir Spaß. Und ja ich habe wohl die richtige Entscheidung getroffen. Was nächstes Jahr ist weiß kein Mensch. Wenn es nach mir geht kann es so weiter geht wie bisher :))
LG Heidi


Dann wünsche ich Dir, dass es so weitergeht, Heidi.💕 Ich finde Wertschätzung sehr wichtig im Beruf und kann nicht klagen. In vielen Bereichen müsste ein Umdenken stattfinden, da hast Du ganz recht.
AntwortenLöschenIch wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina
Das ist wohl eine große Umstellung für Euch liebe Heidi,
AntwortenLöschenaber besser eine neue Ausbildung als keine Arbeit.
Hier reicht mir auch ein Minijob, zu mehr hätte ich ehrlich gesagt auch keine Lust mehr. Ich weiß jetzt schon nicht, wo die Zeit hinläuft.
Aber ich wünsche Dir im neuen Job jede Menge Spaß und einen schönen Advent, lieben Gruß
Nicole
Das hast Du gut gemacht Heidi.
AntwortenLöschenIch arbeite ja seit 1989 durch. Und habe als Beamtin natürlich noch nie die Arbeitgeberin gewechselt. Das sind für mich alles Böhmische Dörfer. Ich arbeite jetzt natürlich was anderes als vor 33 Jahren. Aber im Prinzip hab ich die Stelle nie gewechselt. Es haben sich die Aufgaben geändert. Und ich wurde die Chefin. Das Büro habe ich häufiger gewechselt. Und einmal habe ich sogar einen neuen Bürostuhl bekommen. Der steht seit dem Corona-Homeoffice - dem Chef sei dank - hier bei mir im Homeoffice.
BG Sunny
Ich bewundere immer noch, wie ihr diesen harten Monate zusammen gemeistert habt. Und ein Ende ist in Sicht. Wertgeschätzt werden ist wichtig. Nur so geht man auch gern und motoviert zur Arbeit. Das zahlt sich dann auch wieder für den Arbeitgeber aus. Und ausgerechnet in der Pflege mit Stoppuhr zu arbeiten halte ich für ein Unding. Viele der alten Leutchen sind viel alleine und einsam. Und wenn dann nichtmal mehr das kürzeste nette Gespräch drin ist... eigentlich ist das eine gesellschaftliche Katastrophe.
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